Drei Prozent "für die Verkehrssicherheit“

Bericht: Wolfgang Zwander | Politik | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Gerhard Dörfler wird von einem Bauunternehmer belastet. Die Justiz ermittelt wegen Bestechlichkeit

Am 15. Juli 2004 erhielt Willibald S. einen Anruf von Gerhard Dörfler. S. saß gerade beim Mittagessen in einem Kärntner Gasthaus, als ihn der damalige Landesrat für Straßenbau und spätere Landeshauptmann am Handy erreichte. Am Anfang war der Projektmanager S. über den Anruf überrascht, am Ende des Telefonats war er empört.

Dörfler habe das Gespräch damit begonnen, dass er vor sich einen Vergabevorschlag auf dem Tisch liegen habe, der die Firma von S. betreffe. Bei der Firma handelte es sich um das Unternehmen MCE, das sich um einen Auftrag bei der Sanierung des Loibltunnels beworben hatte; Volumen: 1,2 Millionen Euro.

Dörfler sagte zu S., "dass er sich bei wesentlichen Bauaufträgen von jenen Unternehmen, welche einen Zuschlag erhalten, einen Sponsorbeitrag in Höhe von ein bis drei Prozent erwarte. Dieses Geld sollte in die Verkehrssicherheit fließen.“

So hat es S. den Ermittlern

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