Das Geheimnis der Mandarin

Politik | Analyse: Florian Klenk | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Der Oberste Gerichtshof in Liechtenstein gibt geheime Unterlagen im Fall Grasser frei. Und jetzt?

Es ist verdächtig still geworden rund um Karl-Heinz Grasser. Während sein Ex-Regierungskollege Ernst Strasser ein Bestechungsverfahren über sich ergehen lassen muss, wartet die Justiz im Fall des Ex-Finanzministers seit bald zwei Jahren auf Unterlagen aus Vaduz.

Nun wurden die Dokumente freigegeben. Wird der Fall damit endlich zu einem Ende kommen? Um welche Unterlagen geht es überhaupt?

Der Mann, der seine Akten nicht hergeben wollte, heißt Heinrich Schwägler. Er ist jener Treuhänder, der Grassers "Schwiegermuttergeld“ bei der Meinl-Bank einzahlte. Rund 500.000 Euro Bargeld ließ Grasser bekanntlich in Koffern und Kuverts in die noble Filiale tragen, um sie dort nach Kassaschluss auf ein Schweizer Treuhandkonto zu transferieren.

Von dort floss das gut veranlagte Geld auf ein Konto einer Briefkastenfirma mit dem klingenden Namen "Mandarin“. Grassers Begründung für all die Geldschiebereien:


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