Wie Deutschland nicht lernte, die Bombe zu lieben

Politik | Rezension: Rudolf Walther | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Richard von Schirach beschreibt in einem packenden Buch, wie deutsche Physiker für die Nazis Atomwaffen bauen wollten

Im April 1945 flüchten Mitarbeiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts aus dem ausgebombten Berlin ins württembergische Hechingen und versuchen dort mit primitiven Mitteln, in einem Bierkeller einen Atomreaktor zu bauen. Als Franzosen und Amerikaner näherrücken, vergraben sie den halbfertigen Reaktor.

Der amerikanische Geheimdienst wusste allerdings längst Bescheid über die Bemühungen von Hitlers Physikern, dem "Führer“ eine Atombombe zu bauen. Sie gruben den Reaktor wenige Stunden später wieder aus. Im Mai 1945 verhafteten die Amerikaner - in der Zone der Franzosen, aber ohne deren Wissen - nach und nach den ganzen "Uranverein“, insgesamt zehn deutsche Physiker, darunter Otto Hahn, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker.

Auf abenteuerlichen Wegen wurden die Physiker nach England gebracht - auf das Landgut Farm Hall in der Nähe von Godmanchester. Dort hörte


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