Ins Rampenlicht gerutscht

Porträt: Benedikt Narodoslawsky | Medien | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Vor eineinhalb Jahren war Claudia Kottal noch unbekannt, dann parodierte sie Laura Rudas und wurde berühmt. Über die Entdeckung einer schüchternen Schauspielerin

Am Ende schreit die junge Frau mit den langen dunklen Haaren angepisst "Oida!“ und knallt die Tür zu. Hochmotiviert hatte sie versucht, ihren Schülern ein Lied beizubringen, das Lied von SPÖ-Chef Werner Faymann und der sozialen Gerechtigkeit. Aber die Schüler ließen sich nicht begeistern, blieben stumm auf ihren Sesseln sitzen. Als der Kurzfilm über die grantige Lehrerin und ihre ignoranten Schüler ausgeblendet wird, lacht das Publikum im Rabenhof-Theater herzhaft.

Sie sehen gerade die vorläufig letzte Folge der Satiresendung "Wir Staatskünstler“, die Dienstag nächster Woche im ORF ausgestrahlt wird. Nach langer Pause schlüpft Schauspielerin Claudia Kottal wieder in jene Rolle, die sie berühmt gemacht hat: Laura Rudas, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Schon nach der ersten Folge vor mehr als einem Jahr galten Kottal

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