L.A. sehen und … sterben?

Filmkritik: Michael Pekler | Feuilleton | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Martin McDonagh setzt in dem lustigen Film noir "7 Psychos“ auf die Regie des Zufalls. Gut so!

In seinem Debütfilm "Brügge sehen … und sterben?“ begleitete der anglo-irische Dramatiker und Regisseur Martin McDonagh zwei Berufskiller, die nach einem verpatzten Auftrag wie Wladimir und Estragon auf einen dritten Mann warteten, durch die alte belgische Hansestadt. Die selbstreferenziellen Höhepunkte waren ein Film im Film mit einem Zwerg sowie Museumsbesuche mit Gemälden von Hieronymus Bosch.

Nun hat McDonagh - wiederum nach einem eigenen Drehbuch - seinen ersten Hollywoodfilm gedreht und dem Schauplatz Los Angeles entsprechend die Tonlage seines Debüts gleich noch einmal verschärft.

"7 Psychos“ beginnt ebenfalls mit zwei Berufskillern. Unter der kalifornischen Sonne diskutieren sie darüber, ob John Dillinger bei seiner Ermordung wohl genau durchs Auge geschossen worden sei. Doch die erste Überraschung, der in diesem Film noch unzählige weitere folgen werden, lässt im Gegensatz

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