Fünf Vierterln in Ehren

Feuilleton | Abgesang: Klaus Nüchtern | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Mit Dave Brubeck verstarb einer der populärsten Jazz-Pianisten; seine Bedeutung beschränkt sich nicht auf seine Greatest Hits

Gut, es gibt Schlimmeres, aber Erfolg kann schon auch eine Bürde sein. Und Erfolg hat der am Nikolotag 1920 im kalifornischen Concord geborene David Warren Brubeck nicht eben wenig gehabt. Mit seinem Album "Time Out“ durchbrach der Pianist 1959 (dem Jahr, in dem auch "Kind of Blue“ erschien) erstmals die Schallmauer von einer Million verkaufter Jazz-Alben.

Und der auch als Single ausgekoppelte Hit "Take Five“ wurde zur unvermeidbaren Draufgabe, die Brubeck bei jedem Konzert geben musste. Unvorstellbar eigentlich, dass das dem freundlichen Herrn, der auf seinen ikonischen Fotos der 1950er-Jahre stets eine schwarze Intellektuellenbrille und die blitzende Klaviatur eines breiten Lächelns zeigte, nicht auch auf die Nerven gegangen ist.

Dass als Komponist des Greatest Hit dann auch noch Brubecks Altsaxofonist Paul Desmond gilt, wird "Dave“, wie er allgemein genannt


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