"Der Roman muss göttlich sein“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Der deutsche Autor Rainald Goetz über seinen umstrittenen Roman "Johann Holtrop“, die finsteren Nullerjahre und sein Verhältnis zum Journalismus und zu Social Media

Rainald Goetz gibt nur wenige Interviews. Zu seinem neuen Roman "Johann Holtrop“, der in diesem Herbst aufgrund seiner Wirtschaftsthematik weit übers Feuilleton hinaus diskutiert wurde, hat er vor dem Falter nur mit einer Zeitung gesprochen. Das Gespräch fand am Tag nach seiner Lesung im Rahmen der Viennale statt. Danach sprintete der Autor, der aufgrund seiner Radikalität seit 30 Jahren eine Ausnahmestellung im Literaturbetrieb einnimmt, zum City Airport Train, um seinen Rückflug nach Berlin zu erwischen.

Falter: Sie haben dem Falter zuletzt im Jahr 2000 ein Interview gegeben. Da wurde gerade ihr Werkzyklus "Heute Morgen“ fertig. Danach kam lange nichts. Wie haben Sie die Nullerjahre erlebt und empfunden?

Rainald Goetz: Als Zeit der Finsternis. Der Roman spielt ja in diesen Jahren. Ich habe das Buch auch deshalb geschrieben,


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