Entschuldigen Sie die Störung

Feuilleton | Porträt: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Mond und Sterne gibt’s hier nicht mehr: der Dramatiker Ewald Palmetshofer und seine brutal genauen, radikal trostlosen Stücke

Erst "Hamlet“, dann "Faust“ und jetzt "Die Räuber“: Der oberösterreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer, 34, zitiert gern berühmte Klassiker.

Angefangen hat es vor fünf Jahren mit "hamlet ist tot. keine schwerkraft“. Das Stück hatte mit Shakespeare allerdings nur sehr indirekt zu tun, der Titel war metaphorisch zu verstehen: Die Welt, in der Dramen wie "Hamlet“ noch etwas bedeutet haben, gibt es nicht mehr.

Anders verhielt es sich mit "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete“ (2009), in dem Palmetshofer Goethes "Faust I“ in die Gegenwart verlegte: Die flüchtige Affäre eines Entwicklungshelfers und einer Sozialarbeiterin endet fatal.

Das neue Stück "räuber.schuldengenital“ wiederum hat mit Schillers "Räubern“ zwar auch die Namen der Hauptfiguren - zwei Brüder namens Karl und Franz - gemeinsam. Das war’s dann aber schon


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