Von Busenwunder bis Dr. Mabuse

Feuilleton | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Der Falter empfiehlt: Neue Bildbände über Dekolletés, Aktionskunst und Wiens vergessene Winkel

Grabscher und Wunder

"Es gab eine Phase in meinem Leben, da habe ich das Tal meines Busens eingesetzt, um Vorteile zu erwirken.“ So beschreibt die deutsche Sexkolumnistin Paula Lambert im Vorwort zu "Brüste“ den Vorzug eines Dekolletés. Zum Glück vermeidet das Buch ansonsten intime Beichten dieser Art; es liefert eine Art Phänomenologie des Busens in durchaus aufklärerischer Absicht.

Die Angst vor dem Brustkrebs kommt vor, ebenso Geschichten über notorische Grabscher. Auch die Abbildungen folgen nicht dem Schema einschlägiger Publikationen; sie spannen einen Bogen von Busen-"Wundern“ wie Sabrina Salerno bis zu unfreiwilligen Paparazzo-Opfern wie Angela Merkel. Berühmte Szenen aus Film und Fernsehen werden durch Zitate begleitet, etwa: "Dein Busen fühlt sich merkwürdig an.“ "Das liegt daran, dass er echt ist.“ ("L.A. Story“, 1991).

Paula Lambert, Helmut Ziegler: Brüste. Das


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