Karotte vor der Nase

Stadtleben | Menüberatung: Armin Thurnher | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Rindertatar, Karottensuppe, Ingwerkarpfen und Honigparfait - das krisenfeste Weihnachtsmenü

Nein, heuer konnte es kein veganes Menü werden. Ganz Wien ist vegan, da muss ein kleines gallisches Dorf von omnivoren Mischköstlern bleiben. Unvergessen die Proteste just jener Redaktion, der Falter-Redaktion, die nun den allgemeinen Veganismus ausrief, als ich ihr vor zwei Jahren ein vegetarisches Weihnachtsmenü anbot. Braten sei festlich, hieß es. Punkt.

Das heurige Menü ist festlich ohne Braten. Wer Mut und Kohle hat oder vielleicht schnell noch einen Mikrokredit aufnehmen möchte, der kann bei der Vorspeise zum vorgeschlagenen Kaviar greifen; für die Sparsameren im Falter-Publikum schlage ich günstigere Varianten vor.

Während das Tatar eine Geste an die moderne Hochküche darstellt, ist die nicht nur scheinbar schlichte Karottensuppe ein Gruß an die österreichische vegetarische Küche (Buchtipps und Quellenangaben unten). Karottensuppen fühlen sich oft breiig an, der Löffel scheint


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