Wien, wo es isst  

Stätten des Weihnachtsirrsinns, Teil 2: Mahü, Anfang

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Es gibt Dinge, die sind auf der Mariahilfer Straße jetzt gerade wurscht wie nur was. Etwa, dass der innerste Abschnitt einmal die Laimgrubengasse war und bis vor 105 Jahren noch Standort der Laimgrubenkirche, die dann aus Platzgründen in die Windmühlgasse verlegt wurde. Die Dinge, die jetzt zählen, haben mit Kampf, Beute und Blutrausch zu tun, es gibt aber Refugien, die dem Rückzug und der Stärkung dienen - und wo man seine Wunden lecken kann.

Im Eisgeschäft Zanoni & Facincani, zum Beispiel, das vor vier Jahren an der Stelle einer schrullig-sympathischen englischen Buchhandlung aufmachte und die Räume zu einem Miami-artigen Traum in Weiß und Glitzer machte. Eine Gelato-Disco. Mit Lounge-Obergeschoß, in dem man aber nicht fotografieren darf, "wegen des Designs“. Pizzaschnitten darf man schon essen, die gibt’s als winterlichen Eisersatz.

Rotkrautrisotto von oben

Gegenüber das Lutz, von Widermeinenden nach wie vor gern als "Kofferzentrale“ bezeichnet (da genau über dem so benannten

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