Performance  Tipp

Afrika statt Amstetten: Wiedersehen mit Fritzls

Lexikon | aus FALTER 50/12 vom 12.12.2012

Die vom Fall Fritzl inspirierte Performance "Conte d’Amour“ war eine der seltsamsten Abende der diesjährigen Festwochen: Die dreistündige, handlungsarme Aufführung fand hinter einem Paravent statt und konnte nur via Video verfolgt werden. Mit der Fortsetzung "We Love Africa and Africa Loves Us“ kommt das Kollektiv um den schwedischen Regisseur Markus Öhrn und die Theatergruppen Institutet (Malmö) und Nya Rampen (Helsinki) wieder: Dem Schrecken des Kellers ist die Familie entkommen, nun dominiert die Alltagsroutine. Das westliche Bild von Afrika als dem Unbekannten, Wilden und Authentischen wird ihnen zum notwendigen "Anderen“; aus dem Familiendrama wird das Drama von Helfern und Geholfenen in der Dritten Welt. WK

Garage X, Do (13.12.), Sa, So 20.00


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