"MarieLuise“: Siamesische Zwillinge machen Politik in einer neuen Oper im Palais Kabelwerk

Woche | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

In einer aufgelassenen Wäscherei auf den Otto-Wagner-Gründen proben zwei Frauen und Männer in weißen Kitteln, sie stellen Ärzte und Wissenschaftler dar. Ab Silvester werden sie im Kabelwerk in "MarieLuise“ zu sehen sein, einer neuen Kammeroper von Gerhard Schedlberger.

Das Libretto schrieb die 47-jährige österreichische Autorin und Regisseurin Kristine Tornquist, die in den vergangenen Jahren mit dem Sirene-Operntheater in der Ankerbrotfabrik grandiose Aufführungsserien gestaltet hat, darunter in mehreren Uraufführungen "Nachts unter der steinernen Brücke“ von Leo Perutz oder "Geschichten aus 1001 Nacht“.

In "MarieLuise“ geht es um siamesische Zwillinge. Sie teilen sich zwei Beine und zweieinhalb Arme, aber sonst ist jede von ihnen eine eigenständige Persönlichkeit. Marie und Luise engagieren sich in einer Partei, doch in der Politik sind sie mit den Mechanismen der Macht konfrontiert. Als Luise zulässt, dass sie gegen Marie ausgespielt wird, geht diese in Opposition.


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