Theater Kritiken

Parodie der Parodie: ein Operettendesaster

Woche | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

"Im Weißen Rössl“ im Volkstheater

Die Riesenpostkarte vom Gasthof am Wolfgangsee öffnet sich zu einem Guckkasten. Nun wird eine Art Vorspann gezeigt: Paare zerstreiten sich, Paare finden sich, Bussi-Bussi, Happy End. Dann hebt sich der ganze Ansichtskartenvorhang, das erste Wort vom Piccolo (Christoph F. Krutzler) fällt: "Schaaß!“ Und von da an geht es bergab. Das Singspiel "Im Weißen Rössl“, von Ralph Benatzky (und anderen) 1930 komponiert, gilt an sich schon als Satire auf das Genre Operette. Wenn Michael Schottenberg das aber als Parodie der Parodie (und offensichtlich am Peter-Alexander-Film von 1960 orientiert) inszeniert, kann das nur schief laufen. Die angedeuteten Sexszenen sind kaum weniger peinlich als die Piefke-Imitationen, selbst Maria Bill (Rösslwirtin) singt schlecht - so geht das gar nicht! MARTIN LHOTZKY

Volkstheater, 25.12. 19.30, 26.12. 18.00, 4., 9.1. 19.30


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