Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Goodbye 2012! Zeitung, Politik, Geld - nach der Krise ist vor der Krise


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

E in merkwürdiges Jahr, dieses 2012. Als Zeitungsmensch ist man beeindruckt davon, dass einem seine Endlichkeit, die Endlichkeit des Mediums vor Augen geführt wird. Der Zeitungsuntergang hört nicht auf aufzuhören. Da Narzissmus zur Branche gehört wie Buchstaben, hat auch dieses Verschwinden, sonst eine eher dezente Disziplin, etwas allzu Schrilles. Vielleicht sollte man aber darüber nachdenken, ob es sich nicht eher um eine Krise der Öffentlichkeit handelt als um eine Zeitungskrise.

Nicht nur der Zeitungsmarkt schafft sich ab, Märkte sind überhaupt dabei, sich abzuschaffen. Oder sie haben sich längst abgeschafft, indem sie sich dem einzigen Markt unterwerfen, den wir noch kennen, dem Finanzmarkt. Dieser Finanzmarkt reguliert sich aber nicht selber über die berühmte unsichtbare Hand, die aus der Summe privater Laster öffentliche Tugenden macht. Vielmehr weist er alle Kennzeichen eines geregelten Marktes auf - geregelt durch eine schmale Finanzoligarchie von Investmentbankern,

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