Der Hero des Jahres 2012

Politik | Gespräch: Florian Klenk | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Ohne ihn wäre die Kärntner Korruption nicht vor Gericht gelandet. Der Korruptionsankläger Walter Geyer ist der Hero des Jahres. Nach 40 Dienstjahren legt er den Talar ab. Ein Gespräch über Recht, Macht, Politik und denn Sinn des Strafens

Walter Geyer ist jetzt Pensionist. Im Café Sperl spielt er nun entspannt mit seinem Freund Louie Austen, dem schillernden Wiener Barsänger, Karambole.

Ausgerechnet in der Woche, als Ernst Strassers Bestechungsprozess begann, hat Geyer das Chefbüro der Korruptionsstaatsanwaltschaft für immer verlassen und der Republik Österreich adieu gesagt. Er nahm seine alte Espressomaschine, seine Retro-Ledersofas und feierte noch einmal ein Abschiedsfest auf der Summerstage.

Ob ihn das Leben im Kaffeehaus ausfüllen wird? Wohl kaum. Geyer ist eine schillernde Persönlichkeit, ein Citoyen und gesellschaftspolitisch engagierter Jurist. Diese Melange gibt es nicht oft.

Vor allem ihm ist es auch zu verdanken, dass das korruptionszerfressene Kärnten im März endlich


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