Wieder gelesen

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Bücher, entstaubt

Hunde, wollt ihr ewig kämpfen?

Schneestürme und minus 40 Grad Celsius, erfrorene Kinder und ausgebombte Häuser; zu Weihnachten vor 70 Jahren wurde in Stalingrad um das Schicksal der Menschheit gerungen. Die Wehrmacht griff die Stadt im Herbst 1942 an, am Heiligen Abend waren die Deutschen von der Roten Armee eingekesselt. Der Roman "Hunde, wollt ihr ewig leben?“ von Fritz Wöss beschreibt dieses Gemetzel so spannend wie martialisch.

Heute wissen wir, die Schlacht um Stalingrad stellte einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg dar. Wer sich näher mit dem gesamten Konflikt zwischen Alliierten und Nazis beschäftigen will, dem sei Winston Churchills autobiografisches Werk "Der 2. Weltkrieg“ empfohlen. Großbritanniens Premier beschreibt darin in schönster Sprache, wie er seine Briten gegen "die Hunnen“ aus Deutschland zum Sieg geführt hat.

Eine der wichtigsten Lehren aus dem Krieg ist für Churchill, dass die Welt mit Hitler viel zu nachsichtig war: "Ehrliche Friedensliebe ist keine Entschuldigung, um hunderte von Millionen einfacher Leute in einen totalen Krieg zu stürzen.“

Winston S. Churchill: Der 2. Weltkrieg. Fischer, 1135 S., € 17,50

Fritz Wöss: Hunde, wollt ihr ewig leben? Ullstein, 638 S., ab € 20,-


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