Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Promillepropaganda fürs Profiheer: Die SPÖ macht mit Punsch mobil

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Im eisigen Wind flattert ein SPÖ-Zeltstand auf der Wiedner Hauptstraße, Jakob Linke hat sich eine Haube mit Norwegermuster aufgesetzt und fragt: "Was willst trinken?“ Der Beerenpunsch für die Kinder ist aus, es gibt jetzt nur noch Orangenpunsch mit oder ohne Rum. "Sieben Prozent Alkohol - der ist nicht stark. Mit so einem Pappbecher saufst du dir noch keinen an“, sagt Linke.

Hinter dem Wahlkampfzelt steht das "Punsch-o-Mobil“. Mit dem touren altgediente SPÖ-Wahlkämpfer und rote Parteischüler bis zur Wehrpflicht-Volksbefragung durch Wien, um das Volk mit Promille fürs Berufsheer zu begeistern. Die Alten würden oft sagen, das Heer hätte noch keinem geschadet, erzählt Linke. Aber bei den Jüngeren hätte die SPÖ eine sichere Mehrheit. Mit Hard Facts hat ihn die SPÖ-Zentrale gebrieft, der ehemalige Zivildiener kann den Wienern nun die Spannocchi-Doktrin erklären. Er würde auch gerne. Aber außer dem Wind ist niemand da. Der Punsch ist umsonst.


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