Ohren auf  Sammelkritik: das gesamte Schaffen von Jack DeJohnettes Band Special Edition

Der ewige Begleiter als Bandleader

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Jack DeJohnette, der heuer seinen 70. Geburtstag feierte, ist so etwas wie der stille Held von ECM. Wobei "still“ bei einem Schlagzeuger natürlich strikt metaphorisch verstanden werden muss. DeJohnette hat einst an der Seite von Miles Davis die Elektrifizierung vorangetrieben, so wie auch Keith Jarrett, den er seit über 30 Jahren in dessen Trio begleitet und mit dem gemeinsam er 1971 sein erstes von rund 80 (!) ECM-Alben eingespielt hat: "Ruta and Daitya“, ein Juwel aus der Frühzeit des Labels.

Mit der Special Edition aller vier Alben der Band Special Edition, die Jack DeJohnette 1979 ins Leben rief, wird nun an das Schaffen des ewigen Sideman als Leader und Komponist erinnert. Und das überzeugt in vielerlei Hinsicht. Bemerkenswert ist zunächst einmal die Uneitelkeit, mit der DeJohnette vor allem den wechselnd besetzten Bläsern den Platz im Rampenlicht überlässt. Chico Freeman und John Purcell liefern sich auf "Riff Raff“ (vom zweiten Album "Tin Can Alley“) wahre Sax-Battles,


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