7 Sachen, die Sie über NEUJAHR eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

1.1. - Tag des schlechten Gewissens?

Nein, Tag der neuen Hoffnung auf noch mehr schlechtes Gewissen.

Wieso die Bezeichnung Silvester?

Sie stammt vom heiligen Silvester, der von 314 bis zu seinem Tod 335 als Bischof von Rom, also Papst, amtierte und bis heute in Süd- und Osttirol als Viehheiliger verehrt wird.

Seit wann werden Silvester und Neujahr denn gefeiert?

Ursprünglich ist Silvester kein christliches, sondern ein heidnisches Fest. Die sogenannten Raunächte (21., 24., 31. Dezember und 5. Jänner) markierten die Zeit des Jahreswechsels. Die Römer verlegten im Jahre 153 v. Chr. ihren Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Jänner. Zum christlichen Feiertag wurde der 1. Jänner, als Papst Innozenz XII. im Jahr 1691 den Neujahrstag festsetzte.

Galt der fortan für alle Christen?

Im Laufe des Mittelalters setzte sich allmählich der 1. Jänner im westlichen Kulturraum als Jahresanfang durch.

Und was war in diesen Raunächten los?

Ihnen wurde zugeschrieben, sie verliehen hellsichtige Kräfte, man glaubte, in jenen Nächten mit Tieren reden zu können.

Gab es damals schon spezielle Rituale?

Klar: Durch geweihte "Maulgaben“ für das Vieh sollte Unheil von Haus und Hof abgewehrt werden, Spenden an Heischende (Sternsinger, Müllabfuhr) sollen das Glück bewahren.

Was bedeutet die Silbe "rau“?

Sie kommt aus dem Althochdeutschen, wo ruh für rau, grob, haarig und ungezähmt steht und mit den wilden Masken, den Perchten, zusammenhängt, die die Jagd symbolisieren und zu Neujahr getragen wurden.


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