Ski Glosse

Erste Lektion: Geben Sie den Ski frei, Sire!

Stadtleben | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Jahrelanger Fernunterricht durch TV-Fachkommentatoren hat aus unbedarften Skifans abgebrühte Experten gemacht. Fehlte uns nicht die Praxis, wir könnten jederzeit die Trainerprüfung ablegen. Theoretisch kennen wir uns aus. Wer schnell sein will, muss "zentral über dem Ski stehen“ und darf sich keinesfalls "hinten einisetzen“, er braucht einen "schnellen Schwung“ und sollte stets möglichst "eng an der Stang’“ bleiben - außer es ist ausnahmsweise angebracht, ein Tor "von hint außi“ anzusteuern. Vor allem aber, und das ist neuerdings das Mantra aller Fachkommentatoren, muss der Rennläufer den Ski "freigeben“. Unlängst, beim Riesenslalom in Alta Badia, wurde Eurosport-Experte Frank Wörndl gefragt, wie man das denn mache. "Man verlagert das Körpergewicht nach hinten und den Druck vom Fußballen in die Ferse.“ Falls bei der Trainerprüfung wer fragt.

Wolfgang Kralicek absolviert ein Fernstudium zum Skitrainer


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