Gesellschaftsidealistische Party

Stadtleben | Nachtwache: Katharina Seidler | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Münchner Party-Export: Der queere Candy Club feiert zwei Wiener Jahre

Queer ist heute Homosexualität für die ganze Familie“, hieß es unlängst in dieser Zeitung. Der Begriff hat sich in den letzten Jahren zum hippen Label für Homosexualität entwickelt, steht aber in Wirklichkeit für das Aufbrechen von Geschlechtergrenzen und jegliches Abweichen von gesellschaftlichen Normen.

Für Thomas Lechner hat das Wort noch eine weit größere Bedeutung: "Queer ist die Vision einer toleranten Gesellschaft, die gut miteinander auskommt. Das Ideal einer Welt, in der etwa ein heterosexueller Mann von einem Mann beim Weggehen angemacht werden kann, ohne komisch zu reagieren.“

Als der DJ, Veranstalter und Chef der Konzertagentur Queerbeat vor 14 Jahren in München seinen monatlichen Candy Club startete, waren seine Partys auf dem europäischen Festland die einzige Alternative zu kommerziellen Schwulenclubs zwischen ABBA und Mainstream-House. Indie-Platten von Bands wie Pulp oder Blur hörte man


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