Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Alternativen

Kolumnen | Heidi List   | aus FALTER 51/12 vom 19.12.2012

Heute gibt’s zwei vorweihnachtliche Anregungen. Erstens: Ich weiß jetzt, es gibt einen Schmäh, um sich die letzte Woche zu ersparen, die, in der es nur mehr darum geht, woher man den Christbaum, die Restgeschenke und zusätzliche Tage dafür kriegt, um alles auf die Reihe zu bringen. Der Trick heißt Bandscheibenvorfall. Man kann die letzte Woche vor Weihnachten zugedröhnt auf der Couch verbringen, die restlichen Familienmitglieder müssen ausgelagert werden (Schonung), Einkaufen ist nicht (Schonung), leider gibt’s heuer nur den Osterstrauch mit Lametta, gut, dass man den nicht weggeräumt hat. Kochen muss auch wer anderer. Trotzdem wird’s nett, man hat ja einander.

Zweitens: Eine Variante für diejenigen, die zweisam sein können zu Weihnachten, hat mir eine Bekannte verraten. Sie mache das jetzt schon zum dritten Mal, und zwar bleiben sie von 23. abends bis 25. mittags im Bett. Um sie herum Essen und Bücher. Und sie beide. Besinnlicher war’s noch nie, sagte sie, und mehr Liebe als in solchen symbiotischen 24 Stunden gibt’s auch nicht. Davon zehre sie das ganze Jahr. Ein schönes Fest wünscht Heidi List (auf Voltaren).


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