Kolumne Außenpolitik

Folter, Tod, Freispruch: der Fall des Russen Sergej Magnitski


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Schritt für Schritt entwickelt sich einer der Skandale des Putinismus zur Belastung für die Stellung Russlands in der Welt. Vorgeprescht waren die USA. Der Senat in Washington hat eine schwarze Liste von 60 russischen Spitzenbeamten erstellt, die mit Einreiseverbot belegt wurden, weil sie nach amerikanischer Sicht 2009 in den Prügeltod des russischen Korruptionsaufdeckers Sergej Magnitski im Moskauer Untersuchungsgefängnis Butyrka verwickelt waren.

Eine Maßnahme wie in der Zeit des Kalten Krieges. Beim gemeinsamen Aufritt in Brüssel musste sich Putin auch von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy anhören, wie ernst der Fall Magnitski genommen wird. Russland revanchierte sich für die US-Blockade mit einem Einreiseverbot für amerikanische Guantánamo-Verantwortliche und dem Adoptionsverbot russischer Kinder durch amerikanische Familien.

Dass das traurige Schicksal Sergej Magnitskis die Weltpolitik beschäftigt, ist auf das Engagement des US-Investors Bill Browder zurückzuführen. Mit

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