Obamas enttäuschter Lehrer

Politik | Gespräch: Armin Thurnher Wolfgang Zwander | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Roberto Mangabeira Unger, Politiker und Obamas Lehrer in Harvard, erklärt, warum er mit seinem Schüler gebrochen hat

Roberto Mangabeira Unger, 66, wurde mit 29 Jahren in Harvard als jüngster Professor auf Lebenszeit bestellt. Er unterrichtete neben vielen anderen US-Präsident Barack Obama in Rechtsphilosophie und war unter Brasiliens linkem Präsidenten Lula da Silva von 2007 bis 2009 Minister für strategische Angelegenheiten. Von Obama distanzierte Unger sich vor dessen Wiederwahl. In Wien machte er Ende 2012 als Gast des Rechtsanwalts Leopold Specht einen Zwischenstopp bei dessen politischer Gesprächsrunde. Dort fand auch das Interview statt. Unger befand sich auf dem Weg in die Ukraine und nach Russland, um dort über "progressive Alternativen“ zu diskutieren.

Falter: Herr Unger, Diskussionen über politischen Fortschritt sind rar geworden. Redet zurzeit nicht die ganze Welt nur über die Krise?

Unger: Ja, leider sprechen sehr viele Menschen und vor allem die Medien fast ausschließlich


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