Organisierte Hetze gegen den Muselmann


Rezension: Barbara Blaha
Politik | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Der Forscher Wolfgang Benz beschreibt so profund wie wütend, wie die Moslems und der Islam im Westen zum Feind aufgebaut werden

Mit Slogans wie "Pummerin statt Muezzin“ beschwören rechtspopulistische Parteien den Untergang des Abendlands. Eine muslimfeindliche Tendenz, die rasant zunehmen wird, wie Wolfgang Benz in seinem jüngsten Buch darlegt.

Der Autor, bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, ist seinem Selbstverständnis nach Vorurteilsforscher. Er untersucht, wie Stereotype und Ausschlussmechanismen den Ängsten der Mehrheitsbevölkerung ein Ventil bieten.

Muslimfeindlichkeit, so lautet Benz’ Befund, folge einem ganz ähnlichen Argumentationsmuster wie der Antisemitismus. Eine Lesart, für die sich der Historiker stark kritisieren lassen musste.

Benz zeigt, wie Ressentiments gegen Muslime historisch aufgeladen sind. Historiker deuteten etwa die politischen wie militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Habsburgern und den Osmanen zum "Religionskrieg“

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