Wie gut, dass es Maria gibt

Feuilleton | Porträt: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Die Schauspielerin Maria Hofstätter ist eine Type. Aber sie lässt sich nicht auf einen Typ festlegen

Die Maria Hofstätter aus Linz ist eine blöde Kuh. Die Schauspielerin Martina Spitzer jedenfalls hat keine guten Erfahrungen mit ihr gemacht. Spitzer war in ihrer Jugend Leichtathletin, Hofstätter ihre schärfste Konkurrentin. "Und sie hat immer nur bös geschaut.“

Als ihr 25 Jahre später angeboten wurde, mit einer Kollegin namens Maria Hofstätter ein Zweipersonenstück zu spielen, reagierte Spitzer entsprechend reserviert. Doch dann stellte sich heraus, dass die Schauspielerin Maria Hofstätter mit der Nachwuchsleichtathletin aus Linz nur den Namen gemeinsam hat. Das Stück, bei dem Spitzer und Hofstätter einander kennenlernten, hieß "weiter leben“ - nach dem autobiografischen Buch der Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger, die darin von ihrer Jugend im KZ berichtet.

In Nika Sommereggers Inszenierung bringen die zwei Schauspielerinnen das Buch als subtiles Textkonzert für zwei


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