Im Takt der Moderne

Feuilleton | Feature: Laura Ari | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Die israelische Tänzerin und Choreografin Noa Eshkol arbeitete aus Protest im Verborgenen. Der Kunstraum TBA21 stellt sie nun vor

Tick. Tack. Tick. Tack. Die Schläge des Metronoms hallen im Raum. Das Wischen von nackten Fußsohlen am Boden. "Achat ... shtayim … shalosh … arba’ …“, zählt Ruti flüsternd. Fünf Frauen in schwarzer Kleidung bewegen rotierend ihre Körper. Sie lassen ihre Gliedmaßen von den Gelenken aus kreisen, folgen synchron einem präzisen Schrittmuster. Keine Musik, kein Pathos.

Zum ersten Mal seit den 1970er-Jahren fand im Dezember 2012 in der Secession eine öffentliche Aufführung der Noa Eshkol Chamber Dance Group außerhalb Israels statt, anlässlich der aktuellen Ausstellung "Sharon Lockhart/Noa Eshkol“ im Kunstraum TBA21 im Augarten.

Noa Eshkol (1924-2007), israelische Tanzkomponistin und Künstlerin, entwickelte in den Jahren 1951 bis 1956 gemeinsam mit dem Architekten Avraham Wachman ein Notationssystem für Bewegung und Tanz, die Eshkol-Wachman Movement


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