Stadtrand Urbanismuskolumne

Warum Silvester mancherorts so laut ist

Stadtleben | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Dass der Jahreswechsel nun schon mehr als eine Woche zurückliegt, ist in manchen Bezirken kaum zu glauben. In Meidling etwa. Kaum schleicht sich dort die Dämmerung an, geht es auch schon los: Knallerei, als gelte es, die Erde aus ihrer Umlaufbahn zu sprengen. Und das Abend für Abend; so war es zwei Wochen vor Silvester und so ist es immer noch. Man fragt sich, wie lange es noch dauern kann, ehe den Leuten die Munition ausgeht und nichts mehr da ist, um nachzuladen.

Manche meinen, das liege am hohen Migrantenanteil. Man muss aber nicht genau schauen, um zu sehen, das auch autochthone österreichische Burschen auf ihren Tretrollern die Gegend unsicher machen und dabei wahllos mit Krachern um sich werfen. Nichtsdestotrotz lassen sich demografische Verschiedenheiten zwischen den Silvestergepflogenheiten diverser Wiener Bezirke feststellen: In Döbling nämlich, da war es relativ ruhig. Sogar um Mitternacht. Dafür war der Himmel taghell erleuchtet von zigtausenden Euro teuren Raketen. Und die Conclusio? Reichtum strahlt und Armut kracht. F


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