Ernte 23

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Ein Wiener Traditionsbeisl ohne Zwischendecke und mit vegetarischer Küche

Marcus Westenberger, Mitbegründer und früherer Programmchef im Ost-Klub, war dann irgendwann einmal in Indien und bekam dort mit, dass vegetarische Küche nicht nur gut, sondern auch völlig normal und alltäglich sein kann. Eine Erfahrung, die sich einem in Wien ja nicht so wirklich aufdrängt, selbst wenn die Eltern Vegetarier sind, so wie bei Westenberger der Fall, und sogar Gastronomen, dem Publikum zuliebe aber halt auf Fleischgerichte auf der Karte nicht verzichten können.

Und weil er gegenüber wohnt, hatte er dieses Beisl am Karmeliterplatz immer ein bisschen im Auge, den ehemaligen Eder, Traditionsgasthaus seit 1956 und in den vergangenen Jahrzehnten mit unterschiedlichsten Bezeichnungen dem stilistischen und kulinarischen Untergang geweiht. Plötzlich stand da was von Verkauf, und Westenberger ergriff die Chance zur Ost-Klub-mäßigen Entschleunigung und machte ein Veggie-Lokal.

Der Weg dorthin war kein


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