Theater  Kritik

Ein postmigrantischer, tanzender Othello

Lexikon | aus FALTER 02/13 vom 09.01.2013

Blair Darby als Othello

Mittlerweile sind die Regisseurin Aslı Kışlal und ihre Gruppe daskunst so etwas wie die Instanz für postmigrantisches Theater in der Wiener Szene. Die neue Produktion "How to Kill an Othello“, eine tragikomische Übertragung des Shakespeare-Klassikers ins heutige Österreich, ist sanfter als die Inszenierungen davor und traut sich auch ernste Szenen zu. Gut so. Othello (Blair Darby) soll mithilfe des Türken Cassio die Olympischen Spiele nach Österreich holen. Dabei wird er gleich von mehreren Jagos ins Unheil gestürzt. Der Tänzer Darby, der auch die Textfassung geschrieben hat, und die Schauspielerin Jaschka Lämmert (als Desdemona) harmonieren wunderbar als schwarz-weißes Liebespaar auf der dezent gehaltenen Bühne.

SARA SCHAUSBERGER

Theater Nestroyhof Hamakom, Mi, Do 20.00 (bis 20.1.)


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