Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Bevor ich zu der an dieser Stelle gebotenen Nabelschau übergehe, möchte ich allen Leserinnen und Lesern gleichsam persönlich ein an Ekstasen, Erfolgen und sonstigen Erfreulichkeiten reiches neues Jahr wünschen sowie um Nachsicht dafür bitten, dass dies (urlaubsbedingt) erst jetzt erfolgt. Hinsichtlich der Frage, wie lange es geboten bzw. erlaubt ist, seine Umwelt mit Neujahrswünschen zu behelligen, fühle ich mich unzureichend informiert. Mir ist klar, dass der Grat zwischen Höflich- und Nervensägenhaftigkeit hier ein schmaler ist. Da verbindliche Übereinkünfte in dieser Frage offenbar noch nicht erzielt wurden, möchte ich eine EU-Etikette-Enquete zur Erzielung einer europäischen Glückwunsch- und Kondolenzregelung anregen.

Redaktionsintern haben wir uns für 2013 vorgenommen, genauso weiterzumachen wie bisher. Die 2012 in Auftrag gegebene externe Exzellenzevaluation hat ergeben, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bei Erfüllung des Plansolls in 17 Jahren eine super Zukunft einfahren werden können. Ich werde im Jänner 2030 an dieser Stelle darauf zurückkommen.

Den in der besagten Erhebung angeregten Entschleunigungsansatz haben wir schon aufgegriffen. In schneefallbedingter Synchronizität mit dem Rest der Stadt wurde der Sitzungsbeginn am 14.1. unabgesprochen um circa fünf Minuten verschoben. In dieser Zeit verlängerte sich der Weird-Folk-Beard des "pünktlich“ eingetroffenen Christopher Wurmdobler um eine Banjostegbreite. Wurmdoblers Bartwuchs ist noch präentschleunigt. Das wird sich ändern müssen!


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