Darabos’ D-Day


Porträt: Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Verteidigungsminister Norbert Darabos ist ein Parteisoldat wie aus dem Bilderbuch. Das ist nicht immer nur schlecht

Herr Minister, noch einmal im Gespräch bitte!“ Norbert Darabos’ Miene verrät nicht viel, wie meistens bei diesem Mann, dessen markantester Gesichtszug sein Brillengestell ist. Es hat ein paar Grad unter null, die Sonne beginnt gerade erst, die Nebelschwaden über Klagenfurt zu vertreiben. Der Verteidigungsminister steht hinter einer Baracke, die einmal das medizinische Versorgungszentrum der Khevenhüller-Kaserne war. Von den Nazis 1938 erbaut, schaut sie aus wie ein zu groß geratenes, oberbayrisches Feriendorf. Wahrscheinlich friert er in seinem schwarzen Fleece-Pullunder. Er muss da jetzt eben durch. Die Nahkampfübungen des Jägerbataillons 25 hat er schon über sich ergehen lassen, nun schaut er einem Dutzend Soldaten beim Überwinden des Hindernisparcours zu. Beim Sprung in die Löwengrube, einem zwei Meter tiefen Betonbecken, platscht es heftig. Die "25er“ sind

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