Die Eisenfaust zittert

Politik | Urteilsanalyse: Florian Klenk | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Ein gebrochener Ernst Strasser, ein fairer Prozess, eine abschreckende Strafe: Packen angeklagte Politiker nun eher aus?

Nachdem der Richter sein (nicht rechtskräftiges) Urteil gefällt hatte, als er vier Jahre Haft verhängte und Ernst Strasser einen Mann der Schande nannte, da erhob sich der Angeklagte, und sein Kinn begann auf einmal zu zittern. Es zittert so wie bei einem Kind, das eine Ohrfeige kassierte, weil es zu weit gegangen war.

Schnell drehte Ernst Strasser, diese ehemalige "Eisenfaust im Samthandschuh“ (Parteifreund Andreas Khol) den Kameraleuten seinen Rücken zu. Die Öffentlichkeit sollte ihn nicht sehen. Nicht jetzt. Nicht so. Nicht in seiner schwersten Stunde.

Kurz umarmte Ernst Strasser seinen Verteidiger. Vielleicht dankte er ihm, dass er diese Verteidigungslinie mit der Geheimdienstklamotte bis zur Selbsterniedrigung mitgetragen hatte. Dann lief Strasser eiligen Schrittes hinaus aus dem Großen Schwurgerichtssaal. Wenn ihn der Oberste Gerichtshof jetzt nicht rettet,


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