"Warum es Österreich besser geht“

Politik | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Tony Atkinson untersucht Systeme, die Ungleichheit bekämpfen - und wurde bei uns fündig

Sir Tony Atkinson wollte eigentlich Mathematiker werden. 1963 wurde er jedoch in Hamburg, wo er als Hilfspfleger jobbte, mit Armut und Elend konfrontiert. Daraufhin widmete er sein Leben der Erforschung von sozialer Ungleichheit und inskribierte Soziologie und Wirtschaft in Oxford. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Atkinson vielfach ausgezeichnet. Er ist 18-facher Ehrendoktor.

Falter: Herr Atkinson, Sie haben Ihr ganzes Berufsleben der Erforschung von Armut und Reichtum, von sozialer Gleichheit und Ungleichheit gewidmet. Was fesselt Sie so sehr an dem Thema?

Tony Atkinson: Ich bin einfach besorgt über die große Ungleichheit, die wir auf der Welt erleben müssen. Aber das ist auch nur die halbe Wahrheit. Es gibt zwei Hauptgründe, warum man über Ungleichheit besorgt sein kann. Erstens, weil bekannt ist, dass hohe soziale Ungleichheit negative Folgen wie mehr Kriminalität und mehr Krankheitsfälle


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