Mordauftrag aus dem Weißen Haus

Politik | Rezension: Franz Kössler | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Mit Drohnen und Erschießungskommandos führt US-Präsident Barack Obama einen Geheimkrieg, der tausende Menschen das Leben kostet

US-Präsident Barack Obama genießt ein positives Image in der linksliberalen Öffentlichkeit. So wird auch sein Kampf gegen den Terrorismus weit nachsichtiger beurteilt als der von seinem Vorgänger George W. Bush. Hat Obama nicht den Friedensnobelpreis erhalten, wenn auch gewissermaßen vorbeugend? Bei näherer Betrachtung jedoch muss auch Obamas Anti-Terrorismus-Strategie kritisch hinterfragt werden.

Für einen Rechtsstaat war es selbst in einer Ausnahmesituation wie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 kaum zu rechtfertigen, potenzielle Terroristen einfach in ein Lager zu sperren, deren Menschenrechte zu ignorieren und sie zu foltern. Bushs sogenannter Anti-Terror-Krieg war international geächtet.

Aber wie steht es mit einer Strategie, in der ferngesteuerte Drohnen eingesetzt werden, um Menschen in tausende Kilometer entfernten Ländern per Knopfdruck


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