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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Bereits sieben Opfer des mutmaßlichen U-Bahn-Vergewaltigers Mustafa A. hat die Polizei ausgeforscht. Jetzt schlägt die Stunde des Boulevards. Die Tageszeitung Österreich blies ein grobkörniges Passfoto des mutmaßlichen Serienvergewaltigers auf dem Cover groß auf und titelte mit "Österreichs brutalstes Sex-Monster“. Wenige Seiten weiter ist der 28-Jährige dann die "Sex-Bestie“ aus dem Untergrund. Mit derartigen Oberflächlichkeiten lässt sich Heute nicht abspeisen. Das ebenfalls in der U-Bahn beheimatete Gratisblatt wandte sich an Experten, um die Psyche des Verhafteten zu ergründen: den Hacklerkollegen vom Bau.

Dieser Mustafa, meint der Hilfsarbeiter, sei ihnen schon immer sehr verdächtig vorgekommen: "Eines Tages kam Mustafa auf die Baustelle und erzählte stolz, er habe nun eine Kärntner Geliebte. Sie sei 60 Jahre alt und würde ihn vergöttern“, schreibt Heute. "Da dachten wir uns, dass mit dem Typen etwas nicht stimmen kann.“


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