CSI Homo sapiens im NHM

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Wo einst die Rassenlehre herrschte, eröffnet das Naturhistorische Museum seine auf den jüngsten Stand gebrachten Schauräume

In der Tierwelt zeichnet sich der Mensch allein schon dadurch aus, dass er die Geschichte seiner Spezies in einem Museum darzustellen vermag. 16 Jahre lang waren die der Anthropologie gewidmeten Schauräume des Naturhistorischen Museums Wien geschlossen, nun steht deren Wiedereröffnung bevor.

Inzwischen drückt sich der Homo sapiens ja generell gerne in englischen Begriffen aus, also auch hier: Die Präsentation setzt auf die Vermittlungskraft von Morphing- und Augmented-Reality-Stationen. An einem CSI-Tisch können die Besucherinnen und Besucher ein virtuelles Skelett mittels Mikroskop, Lupe und Isotopenuntersuchung auf Alter, Geschlecht und Gattung untersuchen.

Das Südaffenpärchen blickt friedlich unter der Nylonfolie hervor, in einer Öffnung im frisch geschliffenen Parkettboden flackert die Simulation eines prähistorischen Feuerchens, aber vieles ist noch lange


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