Schön deppert, aber nicht dümmlich

Feuilleton | Exegese: Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Die Serie "Schlawiner“ nimmt ihr Zielpublikum auf die Schaufel, ohne es zum Selbsthass anzustiften

Hegel zufolge wird die bürgerliche Gesellschaft durch ein "System der Bedürfnisse“ bestimmt, in dem die "Befriedigung des Einzelnen“ durch die "Befriedigung der Bedürfnisse aller übrigen“ vermittelt ist.

Das klingt nicht nur ein bisschen anstrengend, das ist es auch. Ein beträchtlicher Aufwand ist notwendig, damit der Einzelne zu Potte kommt. Mitunter mag man Schwierigkeiten haben, das "Scheinen der Vernünftigkeit“ auszunehmen, das Hegel noch zu erkennen vermochte. Dass die bürgerliche Gesellschaft aber ein Feld ist, auf dem "der Verstand der subjektiven Zwecke und moralischen Meinungen seine Unzufriedenheit und moralische Verdrießlichkeit ausläßt“, wie es im § 189 der "Grundlinien der Philosophie des Rechts“ so schön heißt, bleibt bis heute nachvollziehbar.

Von dieser Unzufriedenheit und Verdrießlichkeit erzählt auf höchst vergnügliche und luzide Weise die Serie


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