Die Fab Four aus Düsseldorf

Feuilleton | Tagungsbericht: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Arbeit am Mythos: Eine wissenschaftliche Tagung würdigte die deutsche Elektropopikone Kraftwerk

Popmusik befindet sich seit Jahren in einem Loop, einer Endlosschleife. Ständig wiederkehrende Revivals von Stilen, Reissues von wichtigen Platten sowie Jahrestage von Bandgründungen prägen das Geschehen weit mehr als Newcomer oder neue Trends.

Keine Band hat für die Bedeutung des Loops mehr getan als Kraftwerk. Ihr war vergangenen Freitag in ihrer Heimatstadt Düsseldorf das Symposium "Mythenmaschine“ gewidmet, und sie spielt dort gerade in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 eine Werkretrospektive, die zuvor schon im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen war und demnächst in der Londoner Tate Modern gastieren wird.

Mit dem fast 23 Minuten langen Stück "Autobahn“ zeigte die Band 1974 erstmals im Popkontext, wie süß repetitive, minimalistische, mit elektronischen Instrumenten geschaffene Musik sein kann. Kraftwerk wurden damit zu Paten einer Vielzahl von Genres. Ob Industrial,


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