Buch der Stunde

Bedeutet Kreuzerlmachen Partizipation?

Feuilleton | Maik Novotny | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Ob Bürgerinitiativen von Stuttgart 21 bis zum Wiener Augarten oder Forderungen der Piratenpartei in Sachen Liquid Democracy: Basisdemokratie hat wieder Konjunktur. Gleichzeitig wird sie in Form der Volksbefragung, insbesondere des vielgerühmten Schweizer Modells, auch gerne von den rechten Parteien als populistisches Lock- und vermeintliches Allheilmittel missbraucht. Aber besteht die Alternative zum geschmähten Alle-vier-Jahre-sein-Kreuzerl-Machen wirklich darin, dass man stattdessen viermal im Jahr sein Kreuzerl macht - online und gelangweilt? Nein, meinte der 1978 geborene Berliner Architekturtheoretiker Markus Miessen in einem Beitrag in der Zeit im Juni 2012, der auf überwältigende Resonanz stieß.

Miessen forderte darin ein konfliktorientiertes Verständnis von Partizipation "ohne Beteiligung der allerletzten Schnarchnase“, ohne bequemes Auslagern der Verantwortung und Scheu vor konstruktivem Streit.

Im letzten Teil seiner "Trilogie Partizipation“ geißelt Miessen den "Albtraum


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