Nüchtern betrachtet 

Alle sollten wieder öfter gleichzeitig dasselbe tun

Feuilleton | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Früge man unsereinen nach Vorschlägen zur sofortigen Verbesserung der Welt, dann verfielen wir vermutlich spontan auf ein Handyverbot in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und rigorose Strafen (nicht unter zwei Monaten unbedingt) im Falle des Zuwiderhandelns. Fraglos würde unsere Erde dadurch in kurzer Zeit um ein Erkleckliches schöner und lebenswerter werden. Andererseits ist es aber auch ein wenig unschön und subgroßmütig sich bei der Weltverbesserung immer vom Genervtheitsparadigma leiten zu lassen und auf Verbote und Strafen zu sinnen.

Gott- und menschengefälliger ist es also wohl, auf inkludierende Verbesserungen des Gemeinwesens zu sinnen. In einer mit "Gesellschaft, was fehlt dir?“ etwas kumpelhaft formulierten Umfrage (da das sogenannte "Hamburger Sie“ bei vornamenlosen Wesenheiten nicht möglich ist, hätte man sich hier doch für das förmliche "Gesellschaft, was fehlt Ihnen?“


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