Die internationale Debatte: Der Kampf um leistbare Wohnungen in Europas Metropolen erreicht auch Wien

Stadtleben | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

 Wohnungsnot und steigende Mieten betreffen nun auch die Mittelschicht, sagt der deutsche Stadtsoziologe Andrej Holm. Eine Chance für die Stadtpolitik.

Falter: Herr Holm, Sie gehen davon aus, dass sich die aktuelle Finanzkrise auf den urbanen Raum auswirkt. Wie hängen Bankenkrise und Stadt zusammen?

Andrej Holm: Mit der Hypothekenkrise in den USA ist eine Krise des Finanzmarktes entstanden. Die Lösung besteht nun darin, dass man sein Geld auf den Wohnungsmärkten mit Entwicklungspotenzial in Sicherheit bringt. Ich investiere also nicht in den teuersten Städten der Welt oder in den überhitzten spanischen Wohnungsmärkten, sondern in Berlin, Wien oder Istanbul. In Deutschland werden zum Beispiel ehemalige Sozialwohnungen, die lange Zeit nicht als marktgängig galten, nun von Anlegern aufgekauft. Die Krise ist also nicht nur ein Effekt von Problemen, sondern bringt auch neue Probleme hervor.

Und welche Probleme wären das?

Holm: Die Konflikte die entstehen, wenn Gebiete mit einem hohen

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