Eis, Eis, Baby!

Stadtleben | Reportage: Stefanie Leodolter | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Eisstockschießen zählt zu den beliebtesten Sportarten in Österreich. Warum?

Leopold Klimek erbittet sich Ruhe vor seinem Schuss. Die Mitspieler, stämmige Herren, allesamt um die 60, spuren, zwinkern einander zu und heben den Zeigefinger zum Mund.

Der Schütze verkündet, dass sein Stock zwar die 28 Meter quer über die Bahn, aber am Ziel - der Daube - vorbeigezischt ist. Wenn er spricht, klingt Klimek ebenso fachmännisch wie seine Mitspieler.

Allein seine Körpergröße von knapp 1,50 Metern und die Kakaoränder an den Mundwinkeln entlarven ihn als eines der jüngsten Mitglieder des Wiener Landeseisstockverbands. "Beim ersten Mal habe ich noch Chaos gemacht, mit Loch in der Bande“, erzählt der Bub und versucht seinen Stolz zu verbergen. Das war vor drei Jahren, kurz nach seinem zehnten Geburtstag.

Ein Jahr später wurden die Eisstockschützen aus der Halle 1 verbannt. Seitdem dürfen in der Kagraner Albert-Schulz-Halle - dort, wo glänzende Plastiktribünen den Spielrand säumen und


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