Resonanzen 2013: Traumreisen nach Peru, Mexiko, Arabien - oder zu den Nomaden in Radschastan

Lexikon | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Blieben die Resonanzen im Vorjahr im Wien des Barock, begibt sich das Alte-Musik-Festival im Konzerthaus heuer auf Reisen in den Maghreb, den Orient, nach Indien sowie auf transatlantische Überquerungen nach Lateinamerika. Geografische Entfernungen überwinden sie spielerisch, mehr noch - auch die zeitliche Distanz von einem halben Jahrtausend Musikgeschichte. Von den mittelalterlichen Trovadores in Spanien oder türkischen, mozarabischen und sefardischen Liedersängern der osmanischen Zeit über die antikisierende Polyphonie des Trecento geht es zur Exotikbegeisterung am Hof Ludwigs XIV. bis zu aufgeklärten Tonsetzern des Rokoko.

Ton Koopman unternimmt am Cembalo eine "Grand Tour“ durch die Metropolen Europas, und mit dem Concerto Romano kann man religiöse Meditation üben. Le Poème Harmonique aus Rouen gestaltet das Eröffnungskonzert mit Jean-Baptiste Lully und vielen anderen Komponisten, die gern Werke "à l’arabe“ oder auch "à la grecque“, einen "Marche pour la cérémonie

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