Raffiniert wie sein Titel: Horror am Ende der Straße

Lexikon | aus FALTER 03/13 vom 16.01.2013

Manche Filme haben alles. Die eierlegende Wollmilchsau von einem Horrorthriller "House at the End of the Street“ hat - genau! - ein Haus am Ende der Straße als Schauplatz, eigentlich deren zwo. In eines ziehen Mutter und Teenietochter, im anderen wohnt der traurige Bursch, dessen Schwester seine Eltern massakriert hat. Wohnt er allein? Eher nein. Das Mordhaus hat einen verschlossenen Keller, der Film traumatische Geheimnisse in petto; beide werden allmählich gelüftet. Dann hat der Film noch eine verbotene Romanze zwischen Tochter und Bursch. Der wird von der um den Wert ihrer Immobilien besorgten Kleinstadtmittelschicht ausgegrenzt: Schon hat der Film ein Quantum Sozialbrisanz mit im Gepäck! Außerdem hat er auf jedem zweiten Schnitt einen Soundeffekt, weiters die im Fach Horror wie auch als "strenge Alleinerzieherin“ bewährte Elizabeth Shue als Mutter, ein Dackelauge in der männlichen Hauptrolle und mit Jennifer Lawrence eine aus "The Hunger Games“ bekannte Hamsterbacke in der weiblichen. Wenn ein Film so viel hat, noch dazu einen Titel, der sich in Twitterland mit H.A.T.E.S. abkürzen lässt - was soll er uns dann noch bieten? DRehli ROBNIK

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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