Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Gut, der Umstand, dass das halbe Stadtleben eigentlich aus Restaurantrezensionen, Beisl-Tipps, Grätzl-Rundgängen, Kochrezepten und sogar Rezensionen alkoholfreier Getränke (diesmal auf den Seiten 40 bis 42 zu finden) besteht, lässt darauf schließen, dass das Thema Essen & Trinken eine gewisse Grundaufmerksamkeit auf sich zieht. Damit ist freilich noch nicht viel über die Koch- und Geschmackskompetenz der Redakteurinnen und Redakteure gesagt. Dabei ist es um diese keineswegs schlecht bestellt. So kommt es, dass der Chefredakteur alljährlich Weihnachtsmenüs zusammenstellt und Christopher Wurmdobler seinen Grundkurs Kochen mit gereimten Überschriften versieht.

Zuletzt war Wurmdobler am Zuckerbäckerball (siehe auch S. 47). Den Smoking hatte er sich eigens ausgeliehen, um als Tortenjuror zu brillieren, als welcher er die Siegerin, die eine Mohnmasse in Dogenpalastform gebracht hatte, selbstverständlich voraussah. Nicht verschwiegen werden soll an dieser Stelle, dass auch Ingrid Brodnig schon auf dem Feinschmeckerparkett zu reüssieren wusste. Im Rahmen einer Weinverkostung auf der Universität für Bodenkultur hatte die verhinderte Gärungstechnikerin, die redaktionsintern mehr für ihre Vorliebe für Schokobier als für ihr önologisches Näschen bekannt ist, einen Roten völlig korrekt als "den vom Hofer“ identifiziert.

Und das Feuilleton? Von offiziellen Auftritten ist nichts bekannt, aber ich darf versichern, dass die meisten Redakteure in der Lage sind, Rotweine von Weißweinen zu unterscheiden - durch bloßes Schauen!


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