Kommentar 

N…-König und Transen-George: politisch korrekte Kinderbücher

Literatur

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Wenn Berliner Schüler einander beschimpfen, sagen sie "Schwuchtel“ oder "schwul“. 40 Prozent aller befragten Zwölfjährigen gaben in einer Umfrage an, sie würden diese Ausdrücke verwenden. Wurden die Kinder durch schädliche Buchlektüre verdorben?

Die Debatte über politisch korrekte Kinderbücher ist wieder da. Nachdem im vergangenen Mai besorgte Eltern in Großbritannien gegen David McKees Buch "Tusk Tusk“ protestiert hatten, dessen Geschichte über den Kampf zwischen weißen und schwarzen Elefanten rassistische Stereotype enthalte, geht es diesmal um den Kinderbuchklassiker "Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Der Thienemann Verlag hat angekündigt, das Wort "Negerlein“ aus dem Buch zu streichen.

Empörte Feuilletonisten entdeckten bei ihren Recherchen weitere Korrekturen. Seit 2009 ist in den "Pippi Langstrumpf“-Romanen etwa das Wort "Negerkönig“ durch "Südseekönig“ ersetzt. Und bereits vor sechs Jahren kamen die "Fünf Freunde“ Enid Blytons in den englischen


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