Kolumne  

Westafrika versinkt im Chaos und die EU lehnt sich zurück

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Kindersoldaten, Diamantenschmuggler und grausame Milizen, die Gefangenen die Hände abhackten, machten einst den afrikanischen Staat Sierra Leone zur Hölle auf Erden. Im Jahr 2000 schickte Tony Blair ein paar tausend Soldaten dorthin. Heute gilt Sierra Leone als eines der weltweit besten Beispiele für Versöhnung und Wiederaufbau. Längst haben die Briten das Land verlassen.

Dass sich diese Erfolgsgeschichte in Mali wiederholen möge, ist der sehnlichste Wunsch des französischen Präsidenten François Hollande, der selbst nie auf militärische Abenteuer aus war. Die Militärstrategen in Paris quält dagegen die Sorge vor "Sahelistan“, einem französischen Afghanistan in der Wüste. Denn die Milizionäre, die Malis Hauptstadt Bamako fast überrannt hätten, sind mit dem islamistischen Untergrund der Region gut vernetzt.

Seit Jahren warnen Terrorexperten vor den in Westafrika operierenden Al-Kaida-Gruppen des Maghreb. Die USA haben 450 Millionen Dollar ausgegeben, um die Streitkräfte

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