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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 04/13 vom 23.01.2013

Wolkig mit Aussicht auf Drohnen

Wo verläuft die Grenze zwischen legitimen Kampfeinsätzen und politischen Attentaten? In seinem Buch "Gezielte Tötung“ spürt der Politikwissenschaftler Armin Krishnan dieser Frage nach. Da Kriege heute in vielen Fällen keine zeitlich und räumlich eingegrenzten Massenereignisse mehr darstellen, hat sich das gezielte Töten von Individuen zu einer neuen Form der Kriegsführung entwickelt. Die USA etwa stockten ihr Drohnenarsenal von rund 50 im Jahr 2000 auf über 5500 Stück gut zehn Jahre später auf. Ob der hohen Nachfrage haben die Hersteller derzeit Lieferschwierigkeiten.

Armin Krishnan zeichnet in seinem Essay die Evolution der gezielten Tötung akribisch nach. Besonders beleuchtet er die moralischen und völkerrechtlichen Fragestellungen. Sein Befund: "Nur eine Ächtung der Praxis, ein internationales Verbot von gezielten Tötungen kann helfen, staatlichen Missbrauch zu verringern und die schlimmsten Gefahren abzuwenden.“ Leider verheddert sich


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